Schmorkau

oben Ortsansicht Schmorkau, direkt neben der Heide

Königsbrücker Heide:

Die Vergangenheit der Königsbrücker Heide

Foto MilitärlagerDie Geschichte des Gebietes ist rein militärischer Natur. Sie begann im Jahre 1907 mit der Errichtung eines großen Truppenübungsplatzes von damals mehr als 45 km² Größe. Der Standort Königsbrück war zu allen Zeiten eine hoch moderne militärische Drillanstalt. Für ihren Bau wurden mehrere Orte und Güter verlegt. Ab 1908 nutzte die Feldartillerie der königlich sächsischen Armee das Gelände mit teilweise 5000 Mann und geschätzten 1200 Pferden für Schießübungen. Danach übernahm 1919 die Reichswehr und 1935 die Wehrmacht das Areal. In beiden Weltkriegen ist Königsbrück immer auch ein Lager für Kriegsgefangene gewesen. Ab 1947 wurde das Gebiet dann durch die Armee der Sowjetunion genutzt. In dieser Zeit waren auf dem Gelände bis zu 10000 Mann stationiert. Mit ihrem Abzug im Jahre 1992 endet die militärische Vergangenheit der Königsbrücker Heide. Von 1992 bis 1999 wurden ihre wesentlichsten Hinterlassenschaften beseitigt. Erhalten werden nur die denkmalgeschützten Gebäude aus der Zeit der Gründung.

Eingang zum ehemaligen Wachgebäude

Der Eingang zum ehemaligen Wachgebäude.

Das ehemalige Offizierskasino

Das Offizierskasino könnte heute eine Ausflugsgaststätte sein.

In die Natur wurden durch das ehemalige Militär keine Eingriffe vorgenommen. Sie ist daher im Wesentlichen seit 100 Jahren sich selbst überlassen. Auf dieser Grundlage baut die Königsbrücker Heide auf. Sie gehört heute zum europäischen Netz der Schutzgebiete NATURA 2000.