
oben: die naturbelassene Ostseite des Scheibesees Ende 2009
Der heutige Scheibesee besitzt gegenüber vielen anderen Restlöchern im Lausitzer Seenland den großen Vorteil, dass seine zukünftigen Ufer aus gewachsenen Böden bestehen. Kippengelände am Scheibesee
wird nur ab 2 m unterhalb der Wasserlinie zu finden sein. Natürlich können auch gewachsene Ufer abbrechen, oder ein gekipptes Unterwasserprofil kann verrutschen. Es wird berichtet, dass selbst die Fachleute
der Bergbaugesellschaften aus Vorsicht das besagte Profil nie betreten haben.
In der Gegend um Hoyerswerda befanden sich in Zeiten vor der Kohleförderung viele Seen, Teiche und Sümpfe mit der dazugehörigen Fauna und Flora. Die Natur war durch das Überschwemmungsgebiet der Schwarzen Elster geprägt. In ihren Haushalt
wurde durch den Bergbau massiv eingegriffen. Zeitweise musste der Grundwasserspiegel auf bis zu 40 m Tiefe gesenkt werden, was ein enormes Defizit bedeutet. All das muss heute in einen selbstregulierenden und natürlichen Wasserhaushalt überführt werden.
Zum Zeitpunkt des Fotos fehlten noch etwa 1,8 m bis zum endgültigen Wasserstand.
Der Scheibesee bei Hoyerswerda, im Hintergrund das Kraftwerk Schwarze Pumpe.
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