
oben: Landunter - es fehlen noch mehr als 9 m Wasser.
Der Sedlitzer See entsteht durch Flutung des ehemaligen Tagebaus Ilse-Ost, in dem von 1928 bis 1980 etwa 267 Mio. t Rohbraunkohle gefördert wurden. Dieser größte Tagebau in der Senftenberger Region erhielt im Jahr 1949 den Namen „Tatkraft“ und wurde 1957 in „Sedlitz“ umbenannt. Seine Kohle verarbeitete man in der Umgebung zu Briketts und in der Schwarzheider BRABAG zu Benzin. Die Entwicklung der Lausitzer Braunkohleindustrie war einer der wichtigsten Impulse für den wirtschaftlichen Sprung der Regionen Berlin und Dresden im 20. Jahrhundert.
Auf dem oberen Foto lässt sich erahnen, was Bergbau für eine Region bedeutet. Millionen Kubikmeter Abraum werden bewegt und Millionen Tonnen Kohle der Natur entrissen. Es sind Jahrzehnte der Flutung erforderlich, bis die Landschaft gefahrlos für Menschen wieder nutzbar wird.
Die Sedlitzer Bucht im Oktober 2009. Nach den Plänen der Entwickler wird in dieser Gegend ein Lagunendorf entstehen.
Ansicht Sedlitzer Bucht - noch fehlen mehr als 9 m Wasserstand.
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